Gezwungener Stop am Gardasee wegen Steinschlag mit Service

18. April 2018 0 Von PatrickRamona

Natürlich ging schon die erste Strecke bis an den Gardasee nicht ohne – nennen wir es mal Panne. Unabhängig des Alters vom Helmut haben wir einen bösen Steinschlag in der Windschutzscheibe abbekommen. Dieser hat sich dann schnell zu  einem Riss entwickelt… Naja, also haben wir das beste daraus gemacht. Haben uns an dem schönen Plätzchen am Gardasee in Lazise einen schönen Camping Platz raus gesucht und dort eingecheckt. Die erste Nacht haben wir vor dem Platz übernachtet, da wir dort erst nachts angekommen waren.

Riss in der Scheibe

Am nächsten Tag sind wir dann früh aufgestanden und haben uns gleich mal kundig gemacht, ob es in der Nähe eine Glaswerkstatt gibt. Über Google Maps dann schnell etwas gefunden, sind wir dort direkt hingefahren. Dies war dann unsere erste nette Begegnung mit den einheimischen Italienern am Gardasee. Die man wohl sonst nur kennen lernt, wenn man schon seit Jahren auf dem gleichen Campingplatz Urlaub macht und irgendwann der Eismann dich noch von den letzten Jahren kennt. ;-P Wie auch immer, natürlich hatte die Werkstatt keine Windschutzscheibe für einen VW T2 Bulli auf Lager. Doch Bestellen war kein Problem. So versuchte er uns über eine Kollegin am Telefon, mit Händen, Füßen und Google Translater das zu übermitteln, dass wir doch am Di. kommen sollen und er die Scheibe austauscht.

Damit waren wir erst einmal froh, dass wir eine Scheibe bekommen habenund wir in einer Werkstatt mit sehr nettem Personal versorgt sind. Und da wir ja in diesem Fall schonmal mehrere Tage hier am Gardasee sind, warum also nicht gleich eine gute Werkstatt für den ersten Service suchen. So haben wir also nochmal den netten Italiener aus der Glaswerkstatt nach einer Empfehlung für eine gute Werkstatt gefragt und auch direkt eine Adresse bekommen. Er hat dort noch kurz angerufen ob diese Zeit hätte und uns dort hin los geschickt.

Dort angekommen haben wir direkt die nächsten tollen Bekanntschaften machen dürfen. Die Werkstatt war ein Familienbetrieb und heißt MDS Racing. Hier werden alle Arten von Autos repariert, renoviert und wieder fit gemacht. Am liebsten jedoch Oldtimer und Bergrenner. So war natürlich die Begeisterung von allen über unseren Helmut riesig. Fast jeder Mechaniker hat erstmal alles stehen und liegen lassen und unseren Helmut bestaunt. Auch hier musste dann wieder Google Translater, die Frau die etwas Schulenglisch noch beherrschte und Hände wie Füße her halten, damit man sich verständigen konnte. Als dann Daniele (Einer der Söhne des Besitzers) verstand was wir wollten, hat er Helmut einen Ölwechsel mit neuem Filter spendiert und sagte, wir sollen doch am Montag oder Dienstag wieder kommen, wenn wir in der Nähe sind, dann schaut er noch nach dem Ventilspiel.

Daniele ist hier gerade dabei stolz ein Aufkleber mit dem eigenen MDS Racing Logo auf die Heckscheibe zu kleben

Daniele beim Aufkleben des Firmen Logos

Nach dem Helmut neues Öl spendiert bekommen hat ging es also wieder auf den Campingplatz zurück. Dort angekommen wurde dann erstmal eingecheckt und ein schönes Plätzchen direkt am See gesucht und gefunden. Zu den Tagen auf dem Campingplatz dann allerdings später in einem weiter Beitrag mehr.

Als wir dann am besprochenen Dienstag unseren Termin war nahmen, hat der Glasmechaniker mit einer Kollegin in Null-Komma-Nix die alte Scheibe raus und die neue rein gesetzt. Nun ist also eine neue Scheibe ohne Risse und Steinschläge drin und die Sicht ist im wahrsten Sinne Glasklar und wie Ramona so schön sagte, wie wenn man eine neue Brille kauft. 😉 Da wir Helmut übrigens gut versichert haben, kommt uns hierbei unsere Versicherung entgegen und Zahlt ein Großteil des Schadens.

Helmut beim Scheibendocktor, hier wird grad die neue Scheibe rein gemacht

Total Happy mit der neuen Scheibe versuchten wir also erneut das Glück in der KFZ Werkstatt bei MDS Racing in einem kleinen Dörfchen auf dem Land etwa 30km vom Gardasee entfernt. Und wiederholt, allerdings inzwischen bekannt, wurden wir sehr sehr freundlich empfangen. Natürlich direkt mit Angeboten für ein Kaffee und Wasser. Nun ist allerdings das Problem, dass der Motor kalt sein muss um das Ventilspiel zu prüfen. Und da es schon fast auf Feierabend zu geht bieten uns überraschend die Familie aus der Werkstatt an, dass wir doch bei Ihnen zu Abend essen und übernachten können. Und gleich morgen früh dann das Ventilspiel geprüft und eingestellt wird. Sehr gerne haben wir das Angebot angenommen und haben dann einen sehr schönen Abend mit diesen sehr sehr freundlichen und lieben einheimischen Italiener mit Wein, Sekt, Grappa, Parmesankäse, Prosciutto und Pizza aus der Umgebung genießen dürfen.

Am nächsten Tag sind wir gleich um 07:45 Uhr aufgestanden. In der Werkstatt wartete nach dem wir uns gerichtet haben schon um 08:30 Uhr der fertige Helmut, Brötchen und Kaffee in der Werkstatt. Noch eine kurze Probefahrt und schon konnte es also weiter gehen. Das Ventilspiel passt perfekt und der Ölstand mit dem neuen Öl ist auch in Ordnung. Also noch mit viel Umarmungen und Küsschen rechts und links verabschieden und schon gehts weiter nach Ancona

Helmuts Schlafkoje um am nächsten Morgen die Ventile zu checken. Neben dran ein Bentle als Zimmergeselle.

Wie es weiter nach Ancona geht, erfahrt Ihr in einem weiteren Beitrag.